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Immenseer holt Weltmeistertitel

SEGELN ⋅ Obwohl Eric Monnin aus Immensee noch nie vorher mit einer Platu25-Jacht gesegelt war, holte er bei seinem Debüt an der Windweek gleich den Weltmeistertitel.

Bekannt ist Eric Monnin in der Segelszene als Match Racer. In dieser Disziplin gehört er zur absoluten Weltspitze und reist mit seinem «Albert Riele Swiss Match Race Team» in alle Kontinente zu den Zweikämpfen Boot gegen Boot. Dass er an dieser Weltmeisterschaft der Platu25-Klasse in Brunnen überhaupt dabei war, ist fast Zufall und einer Anfrage der Organisatoren zu verdanken. Ein Bootseigner suchte einen Steuermann. Skipper Monnin kam und mit ihm drei französische Teammitglieder.

Dominant von Beginn weg

Auch der Bootsbesitzer, Andreas Widmer aus Udligenswil, wurde als Mitschiffsmann ins Team Monnin integriert und war voll des Lobes: «Wie professionell dieses Team arbeitet, spürte man schon bei der Vorbereitung. Der Trimm wird genau überprüft und eingestellt, da wird aber auch der Rumpf nochmals gereinigt. Während der Regatta spürt man einfach die riesige Erfahrung. Jeder kleine Winddreher wird sofort bemerkt und ausgenutzt, und in den Positionskämpfen kommt natürlich die kluge Taktik der Match Racer zum Zuge.»

Wer gedacht hatte, das Team Monnin würde zu Beginn noch etwas Zeit brauchen, um das Boot besser kennenzulernen, lag falsch. Monnin setzte sich gleich in der ersten Wettfahrt am vergangenen Dienstag an die Spitze. Wenn es auch oft knapp war, Monnin kam meist als Erster ins Ziel, und nach den fünf Wettkampftagen und zwölf Rennen hiess der Sieger acht Mal Monnin.

Luzerner holen Silber

Da konnte weder der noch amtierende Weltmeister aus Italien noch die andere starke ausländische Konkurrenz dagegenhalten. «Dass unser Team gut funktioniert, habe ich gewusst, und das hat uns auch Selbstvertrauen gebracht. Aber dass wir das Boot so schnell im Griff hatten, hat mich selber überrascht», gab sich Monnin bescheiden.

Erfreulicherweise konnte sich ein zweites Boot aus der Zentralschweiz im Verlaufe dieser Weltmeisterschaft immer besser in Szene setzen. Das Luzerner Team Superbüsi konnte sich im Kampf um die Medaillen gegen zwei italienische Boote durchsetzen und die Silbermedaille holen. «Unsere Stärke war die Konstanz», meinte Taktiker David Erismann. «Wir haben sehr ausgeglichen gesegelt und keine ganz schlechte Wettfahrt geliefert.» Von den übrigen sechs Schweizer Booten im knapp 30 Platu25-Jachten umfassenden Feld konnte nur die «Ursa Minor» mit Steuermann Markus Sigrist vorne mithalten.

Ideale Verhältnisse

Der Regattaverein Brunnen, der diese Weltmeisterschaft im Rahmen der Windweek durchführte, konnte den Seglern ideale Wetter-und Windverhältnisse anbieten. Jeden Tag wurden mindestens zwei Wettfahrten bei traumhaftem Wetter auf dem Urnersee gesegelt. Und natürlich freut man sich, dass die Teams aus der Region gleich einen Doppelsieg einfahren konnten.

FOTOS

Fotos Platu25 WM Day01   Fotos Platu25 WM Day05
Fotos Platu25 WM Day02   Fotos Platu25 WM Day06
Fotos Platu25 WM Day03    
Fotos Platu25 WM Day04    

  

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Vom 30 Juli bis 7. August trafen sich 400 junge Seglerinnen und Segler aus 38 Nationen in Kiel für die  U18 Laser 4.7 Weltmeisterschaft. Dasselbe Boot ist auch an den olympischen Spielen in Rio vertreten, nur segeln die Junioren mit einem etwas kleineren Segel. Der Laser 4.7 ist das ideale Trampolin für all jene Segler, die von einer olympischen Kariere träumen. In Kiel wurde in vier Knaben und zwei Mädchen Gruppen à je 65 Boote gesegelt. Mit dabei auch Olivia Habegger vom RVB (Regattaverein Brunnen), die sich dank guten Platzierungen im In- und Ausland für diesen Event qualifiziert hatte. Die junge Zentralschweizerin ist leider mit einem 56. Rang und einer Disqualifikation wegen Frühstart denkbar schlecht in die Regatta gestartet. Sie bewies aber Nervenstärke und Kampfgeist und liess sich durch die Rückschläge nicht entmutigen. Im Gegenteil, sie steigerte sich von Tag zu Tag und vermochte sogar in den Finalläufen im ersten Drittel der Flotte mit zu fahren. Olivia Habegger beendete die Regatta auf dem 86. Rang als beste Schweizerin.
Das absolute Highlight war ein vierter Rang im vorletzten Lauf. Damit hat sie bewiesen, dass wenn ihr ein gutes Rennen gelingt, sie mit den Besten mithalten kann, was für die ambitionierte 16-jährige einen riesigen Motivationsschub bedeutet. Da Olivia Habegger nächstes Jahr immer noch als Juniorin starten kann, darf man gespannt sein, wie sie im April an der Europa Meisterschaft 2017 in Murcia und an der WM in Nieuwpoort in Belgien abschneiden wird, vor allem wenn sie ihre Konstanz noch zu verbessern vermag.   

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